Was ist Internationales Management?


Immer wieder fragen sich angehende Studenten, was denn eigentlich unter dem Begriff „Internationales Management“ verstanden wird. Mit diesem Artikel möchten wir etwas Licht ins Dunkel bringen.

Eine klare und übereinstimmende Definition gibt es allerdings in den Lehrbüchern bis heute nicht. Eine Veranschaulichung bietet aber folgende Zusammenfassung:

„Das internationale Management umfasst alle Aktivitäten eines Unternehmens an Standorten außerhalb seines Heimatlandes. Dazu zählen der Betrieb von Niederlassungen, die Zusammenarbeit mit Unternehmen oder die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland.“
(Quelle: http://www.business-wissen.de)

Dieser Formulierung würden sicherlich die meisten zustimmen, da sie sehr plausibel klingt. Allerdings ist in wissenschaftlichen Kreisen umstritten, ob man bei einem Unternehmen von einer „internationalen Expansion“ bzw. „internationalem Management“ gesprochen werden kann, wenn dieses unregelmäßig und in geringem Umfang in die direkten Nachbarländer exportiert. Manche Wissenschaftler plädieren dafür, eine Firma erst dann als „international“ zu bezeichnen, wenn mindestens 25 Prozent des Umsatzes aus dem Ausland stammt.

Für die praktische Arbeit im Unternehmen sind diese Überlegungen jedoch bei weitem nicht so wichtig. Hier herrscht nämlich Aufbruchsstimmung vor und es müssen wichtige Herausforderungen bewältigt werden. Die Globalisierung erhöht den Wettbewerbsdruck und verlangt, dass sich die jeweiligen Geschäftsprozesse dieser Internationalisierung anpassen. Aber nicht nur große Konzerne sind zu dieser Anpassung gezwungen, auch kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sind verstärkt bestrebt, die Chancen der internationalen Wertschöpfungsnetzwerke zu nutzen. Dabei gibt es zwischen KMUs und Konzernen vielfältige Unterschiede, was die Herangehensweise und die Art der Internationalisierung betrifft. So versuchen kleine und mittlere Unternehmen eher, im benachbarten Ausland zu wachsen, während Konzerne auch den Schritt in weiter entfernte Regionen und Länder wagen.



Für die Manager bedeutet der Schritt auf einen ausländischen Markt zahlreiche Veränderungen in der bisherigen Unternehmensorganisation. Denn nur ein auf die (länderspezifischen) Herausforderungen ausgerichtetes Management ist der Schlüssel, damit Unternehmen sich international aufstellen und auch behaupten können.

Was ist Internationales Management

Diese Grafik beinhaltet nur einen Bruchteil der Fragestellungen, die es beim Eintritt auf einen internationalen Markt zu beantworten gilt. Aber auch hier wird schon deutlich, dass fundierte betriebswirtschaftliche Fähigkeiten und Expertenwissen unabdingbar sind, um eine Internationalisierung anzugehen. Und da sich aufgrund der Globalisierung immer mehr Unternehmen für neue Märkte öffnen, steigt somit die Nachfrage nach entsprechend qualifizierten Mitarbeitern. Sie benötigen neben einer soliden betriebswirtschaftlichen Wissensbasis auch ein entsprechendes Know-how bezüglich der Umgangsweise mit spezifischen kulturellen Besonderheiten und sozioökonomischen Verhältnissen. Fremdsprachenkenntnisse und Mobilität sind ebenso unabdingbar wie die Freude am Umgang mit anderen Kulturen.

Um diese Nachwuchsführungskräfte auszubilden, gibt es die auf dieser Webseite aufgeführten Studiengänge wie Internationales Management, International Business, International Betriebswirtschaft und Co.