Studienfinanzierung


Wenn man (Internationales Management) studieren möchte, sollte man sich vorher nicht nur mit den Studienmöglichkeiten sondern auch der Finanzierung des Studiums beschäftigen. Denn während eines Studiums investiert man viel Zeit und Engagement in die eigene Ausbildung und hat dementsprechend kaum die Möglichkeiten, nebenher das große Geld zu verdienen. Ein Studium kostet Geld, aber – Studieren zahlt sich aus. Akademiker haben meist die interessanteren Berufe mit attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten. Zudem verdienen sie größtenteils mehr als Personen ohne Studium. Und natürlich ist auch für die Gesellschaft und die zukünftige Entwicklung Deutschlands jeder Absolvent eines Studiengangs ein Gewinn.

Aber welche Möglichkeiten gibt es zur Finanzierung des Studiums? Die meisten Studierenden setzen aus einen Mix aus Familie, Nebenjob und BAföG. Was es mit diesen Möglichkeiten auf sich hat und was es darüber hinaus gibt – wir haben dir eine Übersicht zur Studienfinanzierung erstellt:

1.) Die Familie
Natürlich, die eigenen Eltern (und evtl. auch Onkel, Tante, Oma, Opa) sind die erste Anlaufstation, wenn es um die Studienfinanzierung geht. Den Fördermöglichkeiten sidn hier kaum Grenzen gesetzt, je nach finanzieller Lage reicht die Unterstützung von der Überlassung des Kindergelds hin zur Komplettfinanzierung.

2.) BAföG
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (besser bekannt als BAföG) legt fest, unter welchen Bedingungen man Unterstützung für das Studium durch den Staat erhält. Informationen dazu gibt es bei den jeweiligen Studentenwerken der Hochschulen. Der derzeitige Höchstsatz liegt bei 643 Euro pro Monat. Solch eine Auszahlung (die nach dem Studium maximal zur Hälfte zurückbezahlt werden muss), gibt es nur unter einige Kriterieren. So musst du z.B. selbst kranken- und pflegeversichert seid, darfst nicht bei deinen Eltern wohnen und deine Miete muss höher sein als 218 Euro. Das Kindergeld wird übrigens beim BAföG nicht als Einkommen angerechnet.

Infos gibt es unter http://www.bafoeg.bmbf.de/

3.) Studentischer Nebenjob
Die wichtigste Vorraussetzung für einen guten studentischen Nebenjob: Er sollte dich auch im Studium weiterbringen. Natürlich gibt es unzählige Studierenden, die kellnern, aber bringt dich das für ein Studium der Internationalen BWL wirklich weiter? Genau! Aufpassen sollte man natürlich auch, dass der Nebenjob nicht die Überhand gewinnt und die Arbeitsverpflichtungen mit den Vorlesungen kollidieren oder man keine Zeit mehr für die Prüfungsvorbereitung hat.


Was man als nebenjobbender Studierender alles beachten sollle, hat Studis-Online sehr übersichtlich zusammengestellt.

4.) Stipendium
Viele schrecken vor der Bewerbung zum Stipendium zurück. Natürlich, die Bewerber, die besonders begabt sind oder sich sozial oder politisch engagieren, haben die besten Chancen – aber wer sagt denn, dass du nicht mit zu dem Kreis der Geförderten gehören kannst? Der große Vorteil beim Stipendium: Anders als beim BAföG muss man später keinen einzigen Euro zurückzahlen. Dafür muss man je nach Geldgeber verschiedene Verpflichtungen während des Studiums erfüllen, wie z.B. einen bestimmten Notenschnitt halten oder ehrenamtlich tätig sein.

Die Bandbreite an Anbietern von Stipendien ist groß. Vor allem gibt es viele Anbieter, die nur einen ganz bestimmten Kreis von Studierenden fördern. Man sollte auf jeden Fall nachforschen, was es für Förderangebote gibt.

Einen guten Überblick bietet die Datenbank von E-Fellows.net.

5.) Studienkredite und -darlehen
Wenn die Unterstützung durch Eltern und BAföG nicht ausreicht und keine Zeit für einen Nebenjob ist, dann ist eventuell der Studienkredit die richtige Lösung. Das Besondere an diesen Krediten ist, dass die Rückzahlungsweise des Kredits meist sehr unterschiedlich – im Vergleich zu normalen Krediten – geregelt ist. Neben fast allen Banken hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen speziellen auf Studenten zugeschnittenen Kredit im Angebot.

Bei den Studienkrediten und Studiendarlehen solltest du unbedingt die in Frage kommenden Anbieter vergleichen, da es wie erwähnt viele variierende Formen der Auszahlung (einmalig oder monatlich), der Vergabe (z.B. Auswahlverfahren) und vor allem der Rückzahlung gibt. Günstiger als ein Studienkredit kann ein Bildungskredit nach dem Bildungskreditprogramm des Bundes sein. Informationen hierzu gibt es unter www.bva.bund.de.

Die Stiftung Warentest hat in diesem Test Anbieter von Studienkrediten geprüft.
Zudem hat das Centrum für Hochschulentwicklung einen Test durchgeführt, das PDF kannst du hier downloaden.