International Management Uni: Wo soll ich studieren?
Wenn Studierende sagen, sie gehen zur Uni, dann meinen sie gar nicht zwangsläufig die Universität, sondern ggf. eine Fachhochschule oder Akademie. Aber wo genau liegen die Unterschiede und welche Hochschulform ist die Richtige für dich? Und wo lässt sich International Business/Management oder BWL mit internationalem Schwerpunkt denn nun am besten studieren? Wir haben dir hier die verschiedenen Hochschulformen gegenübergestellt.
Inhaltsverzeichnis
Ein Studium im Bereich International Management, Internationale BWL o. Ä. gibt es an allen drei genannten Institutionen, wie dir ein Blick in unsere Hochschul-Datenbank schnell zeigen wird.
Warum überhaupt studieren?
Zunächst aber möchten wir dir nochmal die Gründe für ein Studium aufzeigen. Denn viele Schulabgänger stellen sich die Frage, ob sie nicht lieber eine Ausbildung anstatt eines Studiums absolvieren sollen. Das muss natürlich jeder individuell für sich und seine persönliche Situation entscheiden, manche Abiturienten sind froh, die Schule hinter sich zu haben und wollen lieber arbeiten. Und natürlich hat eine Ausbildung auch Vorteile gegenüber einem Studium.
Wenn du allerdings noch zwischen Ausbildung und Studium schwankst, haben wir hier einige Argumente für ein Studium:
- Manche beruflichen Ziele lassen sich ohne akademischen Grad, also ohne ein abgeschlossenes Studium, nicht verwirklichen.
- Bestimmte Unternehmenshierarchien können nur mit einem Hochschulabschluss erreicht werden. Ansonsten stößt du irgendwann an die sogenannte „gläserne Decke“, an der die Karriereleiter endet.
- Innerhalb eines Studiums lernst du, wissenschaftlich zu arbeiten. Diese sorgfältige Art ist für viele Jobs eine wichtige Voraussetzung, z. B. für einen Job als Unternehmensberater.
- Wenn du in die Forschung möchtest, bietet nur ein Studium die Möglichkeit, diese wissenschaftlichen Interessen ausführlich zu befriedigen.
- Je nach Studienwahl ist die Gefahr, als Akademiker später arbeitslos zu sein, geringer als bei anderen Qualifikationsgruppen.
Nun haben wir dir einige Vorteile pro Studium aufgezeigt. Aber welche Hochschule ist nun die richtige?
Angleichung von Universität und FH
Vorweg muss noch gesagt werden, dass die ganz großen Unterschiede, die es früher zwischen Uni und FH gab, mittlerweile nicht mehr existieren. Durch den Bologna-Prozess sind die Abschlüsse gleichwertig und auch auf dem Papier gibt es keine Unterscheidung mehr. Waren früher die BWL-Absolventen einer Fachhochschule z. B. „Diplom-Betriebswirte (FH)“ und die Absolventen der Uni „Diplom-Betriebswirte“, so sind heute beide „Bachelor of Arts“ oder „Bachelor of Science“. Auf den ersten Blick lässt sich also kein Unterschied mehr feststellen. Auch die Einstiegsgehälter haben sich angeglichen, was früher nicht immer der Fall war. Vieles hat sich also in den letzten Jahren verändert. Dennoch lohnt es sich, genauer hinzugucken, denn ein paar Merkmale unterscheiden FH und Uni immer noch voneinander.
Durch den Bologna-Prozess haben sich die Universitäten und Fachhochschulen immer mehr angeglichen - auch in Bezug auf die Abschlüsse!
Der wichtigste Faktor an einer Universität ist aber sicherlich der hohe theoretische Anteil des Lehrstoffes und die Forschungsorientierung. Die Professoren an der Uni haben viele Jahre geforscht und ihre Erkenntnisse veröffentlicht, bevor sie „habilitiert“ werden, also den Professorenstatus erhalten. Dementsprechend ist das Studium meist weniger praxisnah, sondern eher theoretisch ausgelegt.
An Fachhochschulen gibt es vor allem Studiengänge im Bereich Ingenieurwesen, Wirtschaft, Sozialwesen, Informatik, Medien/Gestaltung oder Verwaltung. Im Gegensatz zur Uni wird an Fachhochschulen sehr viel Wert auf Praxisnähe gelegt. Sie orientieren sich in ihren Studienplänen stark an den berufspraktischen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt und bilden arbeitsmarktnäher aus. Auch bei den Lehrenden gibt es Unterschiede zur Uni: Die Dozenten kommen meist aus der Praxis, das bedeutet, dass sie einige Jahre erfolgreich in Unternehmen gearbeitet haben und dementsprechend viel Wissen aus der Wirtschaftswelt mitbringen. Im Gegensatz zu den forschungsorientierten Profs der Uni, ist hier die Verbundenheit zur Praxis also deutlich stärker gegeben.
Sicherlich hast du schon von dem Modell Duales Studium gehört – falls nicht, findest du in unserer Rubrik zum
Eine generelle Empfehlung, für welche Institution man sich entscheiden sollte, gibt es nicht. Die Entscheidung hängt von vielen persönlichen Voraussetzungen ab und sollte wohl überlegt sein. Was du aber auf jeden Fall bei deiner Studienwahl berücksichtigen solltest, ist die staatliche Anerkennung und Akkreditierung. Ansonsten erlangst du einen Abschluss, der nicht für akademische Aufgaben qualifiziert und mit dem du dich auch nur schwer weiterbilden kannst.