Erfahrungsbericht: Duales Studium International Business an der FH der Wirtschaft Paderborn

Tim hat sich für ein duales Studium im Bereich International Business entschieden, das er neben dem Unternehmen an der kooperierenden Fachhochschule der Wirtschaft Paderborn absolviert hat. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen mit dem dualen Studium.

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Erfahrungsbericht von Tim

Darum habe ich mich für ein duales Studium entschieden:

In der Oberstufe des Gymnasiums habe ich bereits meine Facharbeit über ein unternehmensrelevantes Thema geschrieben und ein entsprechendes Interview geführt. Damals wurde mir bewusst, dass ich lieber früher als später erste Berufserfahrung sammeln möchte und dies auch als wichtig erachte. Nichtsdestotrotz hatte ich ebenfalls den Wunsch, zu studieren, da ich mich im Abitur natürlich nicht umsonst so angestrengt hatte. Daher war die Bewerbung um ein duales Studium für mich die ideale Lösung, um anderen (Vollzeit-)Studenten später ggf. etwas voraus zu haben.

So bin ich an den Studienplatz gekommen:

Zuerst bewarb ich mich bei dem Unternehmen selbst, im Anschluss folgte die Bewerbung an der kooperierenden Fachhochschule.

Ich habe mich bei mehreren Unternehmen, die damals duale Studienprogramme in Kooperation mit entsprechenden Fachhochschulen anboten, beworben. Zuerst bewarb ich mich bei dem Unternehmen selbst und absolvierte zwei Interviews bevor ich eine Zusage erhielt. Im Anschluss folgte die Bewerbung an der kooperierenden Fachhochschule, an welcher ich ein Assessment Center (kurze Präsentation, Englischtest, IQ- und Persönlichkeitstest) durchlief, um schlussendlich einen Platz zu erhalten.

So lief mein duales Studium ab:

Ich wechselte in der Regel immer zwischen dreimonatigen Praxisphasen im Unternehmen und den entsprechenden Theoriephasen bzw. Trimestern an der FH.

Mein duales Studium belief sich in der Summe auf drei Jahre. In diesen drei Jahren wechselte ich i. d. R. immer zwischen dreimonatigen Praxisphasen im Unternehmen und den entsprechenden Theoriephasen bzw. Trimestern an der FH. In den Praxisphasen durchlief ich mehrere Abteilungen des Unternehmens und konnte mir einen guten Gesamtüberblick verschaffen. Dazu zählte u. a. ein dreimonatiger Auslandsaufenthalt in China, welcher auch durch das International Business Studium verlangt wurde.

Die Vorlesungen waren sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch (ca. 50/50). Gerade die Anwendung der englischen Sprache hat mir persönlich besonders gut gefallen und ist, neben einer weiteren Fremdsprache, fester Bestandteil eines internationalen Studiums.

Als Vorbereitung auf die Bachelor-Thesis mussten die Studierenden ebenfalls eine Praxisarbeit anfertigen, um zielgerichtet auf zukünftiges wissenschaftliches Arbeiten vorbereitet zu werden. Meine Bachelorarbeit fertigte ich schlussendlich parallel zu meinem Berufseinstieg in der letzten „offiziellen“ Praxisphase an. Im Gegensatz zu dem Modell, sich bei einem festen Partnerunternehmen zu bewerben, entschlossen sich einige meiner Kommilitonen dazu, sich zunächst an der FH um den dualen Studiengang zu bewerben und die immer wiederkehrenden Praxisphasen individueller, d. h. bei verschiedenen Unternehmen, zu gestalten. Dies setzt natürlich einen höheren Bewerbungsaufwand voraus.

In der Retroperspektive bin ich froh, ein duales Studium absolviert und parallel erste Berufserfahrung gesammelt zu haben. Dies erachte ich einfach als unheimlich wertvoll, Horizont erweiternd und charakterbildend, da man schnell merkt, dass es andere, vermeintlich schwierigere Dinge und Problemsituationen gibt als im Studium. Zudem kann ein duales Studium den Einstieg in das „richtige“ Berufsleben erleichtern, da die meisten Studierenden i. d. R. Kontakt zu einem oder mehreren Unternehmen aufgebaut haben und sich dadurch im besten Fall Jobchancen ergeben.

Meine Tipps für Studieninteressierte:

Ich empfand oft, dass meine Vollzeit studierenden Freunde mehr Freizeit zur Verfügung hatten. Klausuren lagen entzerrter und nicht so dicht beieinander.

Wägt für euch ab, wo ihr eure Prioritäten seht! Das duale Studium in International Business bietet den Vorteil, relativ schnell Studien- sowie Berufserfahrung zu sammeln. Praxisnähe, Theorie und Auslandsaufenthalt(e) haben mir in dieser Kombination viel gebracht und zudem den Weg in das Berufsleben geebnet. Aus finanzieller Sicht sollte nicht vergessen werden, dass duale Studenten im Regelfall eine ausbildungsähnliche Vergütung erhalten und somit den Großteil ihrer Ausgaben decken und ein Stück weit unabhängiger sein können.

Andererseits muss euch bewusst sein, dass ein duales Studium unter Umständen dynamischer und auch stressiger als ein Vollzeit-(Bachelor-)Studium sein kann. Ich empfand oft, dass meine Vollzeit studierenden Freunde mehr Freizeit zur Verfügung hatten. Klausuren lagen entzerrter und nicht so dicht beieinander. Ein Auslandssemester konnte mitunter entspannter angegangen und ggf. ein Semester drangehängt werden. Dafür zog sich deren Studium meist in die Länge und beinhaltete deutlich weniger Praxiserfahrung.

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